K-727 in Kuba


K-727 als erste deutsche Rockband in Kuba ...!


Auf besondere Einladung spielte ich mit meiner Band 'K-727 The Soundfactory' als erste Deutsche Rock-Band in Kuba. Auf dem Programm standen 3 Auftritte auf den drei größten Bühnen in Kuba, sprich in Havanna-Stadt. Folgender Zeitungsartikel beschrieb unsere Erwartungen und Hintergründe vor Reisebegin recht treffend:
(Zur Vergrößerung des Artikels bitte mit der Mouse auf den Artikel gehen und anklicken....)


Dann war es endlich soweit. Am 22.02.2010 starteten wir mit mächtig viel musikalischem Equipment sowie unseren Familienangehörigen und Freunden nach Kuba-Havanna.
1,5 Jahre Vorbereitung lagen hinter uns. Allein die Regelung der Zoll-Formalitäten kostete uns zu guter Letzt einige Stunden und Nerven .... !

26.02.2010 Erster Auftritt im Maxim-Rock

Das Maxim in der calle Bruzon war früher ein Kino, welches dann vom Staat in ein Rock-Theater umgebaut und mit der nötigen Technik ausgestattet wurde, mit der Maßgabe, dass alle Bands, die dort auftreten, ohne Gage spielen müssen.

Die Technik ist mittlerweile schon etwas angestaubt, da nie vom Staat aktualisiert, repariert oder gar ersetzt, aber es gab (fast) alles was man brauchte. Nun ja, mal abgesehen von den Becken, den Trommelfellen, der Snare, der Fußmaschine, Kabeln und das Eine oder Andere mehr. Aber das wussten wir ja im Voraus. Unser Übergepäck kam schliesslich nicht von ungefähr.

Aber Dank des Einsatzes von Alberto (zuständig für die Produktion) und Yuri (der Chefin) und der Mithilfe der beiden Bands, Los Kents und Magical Beat, die den Abend zusammen mit uns bestreiten, konnten wir dann doch ohne größeren Probleme pünktlich starten.


27.02.2010 Zweiter Auftritt im Diabolo Tun-Tun

Am zweiten Abend wussten wir schon, was alles schiefgehen kann. Und wir wurden nicht enttäuscht. Aber da muss man sich einfach ein Beispiel an den Kubanern nehmen. Die nehmen alles so wie es ist und machen das Beste daraus, für uns noch ein Umgewöhnungsprozess aber nicht die Schlechteste aller Möglichkeiten. Diesmal spielten wir mit den Los Gens zusammen.
Der Laden war auch diesmal wieder voll. Man muss ja sagen, dass das kubanische Publikum einfach Klasse ist. Wenn man „Hallo“ sagt hat man das „H“ noch nicht ausgesprochen und der ganze Saal tobt.
Gegen Ende des Konzerts standen wir dann gemeinsam mit der kubanischen Band auf der Bühne. Es war ein gelungener Abend mit neu gewonnenen Freunden.


28.02.2010 Dritter Auftritt im Cafe-Cantante

Vor diesem Auftritt hatten wir den meisten Respekt, denn wie wir aus dem Internet wussten, ist das Cafe Cantante im Keller des National-Theaters gelegen, die Lokation, wo nur die angesagtesten Bands Kubas spielen....und nun auch die deutsche Band K-727 (Das sind wir !!).
Hier spielten wir noch einmal mit den Los Kents zusammen und lernten ganz neue Variationen von Technikproblemen kennen, mit denen wir aber, Dank der Anleitung unserer kubanischen Freunde, mittlerweile locker umgehen konnten. Dazu kam, dass im Cafe Cantante Filmverbot besteht. Wir wollten aber gerne eine Aufnahme unseres Auftritts, damit wir uns später noch mal ansehen können, was wir alles verbessern können. Nun, mit Hilfe von Melba (ICM), Alberto (Rock Agentur/Maxim Rock) und dem Chef vom Cafe Cantante , gelang es uns eine Ausnahmegenehmigung zu erlangen. Und das innerhalb von 10 Minuten, das versuch‘ mal in Deutschland !
Kurz bevor es losging, sagte ein Kubaner: „Es ist erstaunlich ! Es ist kalt und regnet und trotzdem stehen die Leute draußen Schlange um euch zu sehen“.
Tina war auch da. Nun ja, nicht die Original Tina Turner aber eine Frau, die ihr sehr ähnlich sieht und von den Kubanern deshalb nur Tina genannt wird.
Außerdem „la abuela del rock“ die Rock-Oma, die bei jedem Konzert dabei ist.
Nach diesem Konzert waren wir froh, es geschafft zu haben, es war interessant, lehrreich aber auch überaus anstrengend.
An diesem Abend erfuhren wir, das der Bassist der Los Kents den Namen
O‘Farrill trägt und seinen Vorfahren das Hotel gehörte, in dem wir wohnten.


Besuch der staatlichen Musikschule in Havanna

Am 25. Februar waren wir zudem einer Einladung zum Besuch der staatlichen Musikschule in Kuba gefolgt. Hier werden rund 500 Schüler(innen) zu Musikern, Musiklehrern etc. ausgebildet. Man kann es mit einem Internat vergleichen. Der Ansatz dieser staatlichen Musikschule war ganzheitlich, sprich Schule, Musikschule und Lehren aus der Klang und Musiktherapie wurden hier vereint.
Uns zu Ehren gab man ein Konzert des Jugend Staatsorchster Havanna's, sowie einige Solo-Auftritte von angehenden Künstlern. Hier blieb uns der Auftritt der jungen Dame am Klaivier besonders im Gedächtnis hängen. Die 17 jährige gewann bereits einige musikalische Preise auf der ganzen Welt (u.a. New York) und gilt als größtes Jugend-Talent am Klavier. Und wir hatten unsere Auftritte zu diesem Zeitpunkt noch vor uns .... uff !!!